Doppelschwäche in Harburg

Am Dienstag ging es für die zweite Mannschaft auf eine der weitesten Auswärtsfahrten in dieser Saison. Nachdem das Hinspiel gegen Harburg II mit einem knappen 7:5 gewonnen werden konnte, trennten uns auch 11 Spiele später nur genau 3 Punkte in der Tabelle. Das Ziel war also klar: Der Abstand zu den Abstiegsplätzen sollte verdoppelt werden.

Nachdem sich 12 Leute angemeldet hatten, musste Kapitän Alex aufgrund mehrerer Krankheitsabsagen kurzfristig umdenken. So kam es dazu, dass wir nur mit 8 Leuten anreisten. Anders sah es bei Harburg aus, die laut eigener Aussage „erstmals in voller Bestbesetzung“ antreten konnten.

Diese Aussage bestätigte sich dann auch in den ersten zwei Einzeln. Hansi machte ein ordentliches Spiel, konnte aber gegen einen furios aufspielenden Ingo (64er Average) an diesem Tag nicht viel ausrichten (0:3). Auch Sven hatte in einer Partie auf sehr gutem Niveau mit Toni zu kämpfen. Der junge Harburger ließ sich selbst durch zwei starke Shortlegs von Sven nicht abschütteln und schaffte es in den Decider. Hier bewies Sven Nervenstärke und belohnte sich nach zuletzt schwierigen Spielen mit einem starken dritten Shortleg (22,23,24) und seinem bis hierhin besten Spiel der Saison (3:2).

Sven und Hansi in ihren Einzelpartien
Sven und Hansi in ihren Einzelpartien, mit dem Kapitän Alex als Schreiber

Auch im zweiten Einzel-Block bot sich den Zuschauern ein ähnliches Bild: Während Andreas gegen einen starken Norman trotz einer soliden Perfomance nicht zum Zug kam (0:3), wusste Jan den Rückenwind seiner bisherigen Leistungen zu nutzen. In einem schwierigen Spiel ohne echte Highlights setzte er sich am Ende gegen Hans nervenstark im Decider durch und stellte das Unentschieden wieder her (3:2). Spannenderweise ist hier anzumerken, dass alle von Harburg geworfenen Highlights (5 Sonderleistungen) aus diesen ersten 4 Spielen stammen.
In den ersten Doppeln des Abends erspielte sich Harburg einen ersten Vorsprung. Andreas und Sven zogen gegen die starken Norman und Ingo klar den Kürzeren (0:3), während im Kapitänsdoppel auf niedrigem Niveau weder Alex noch Daniel überzeugen konnten (1:3). Somit mussten wir bereits zur Halbzeit einem Rückstand hinterherlaufen (Spielstand 2:4).

Die zweite Hälfte eröffneten Hakim und Alex mit sehr unterschiedlichen Spielen. Während Hakim seine bemerkenswerte Konstanz auch diese Woche erneut unter Beweis stellte und in einem tollen Spiel schnell Klarheit schaffte (3:0), haderte Kapitän Alex mit seiner eigenen Doppelquote. In einer Begegnung, die durchgehend auf Augenhöhe blieb, fand Torsten einfach in jedem Leg schneller den letzten Dart (0:3). Ganz ähnlich lief es danach auch bei Matthias, der gegen den Harburger Daniel nie ohne Chance war. Einige Versuche auf Doppel blieben auf beiden Seiten ungenutzt, bis am Ende auch hier der Harburger den entscheidenden Checkdart warf (0:3). Parallel entwickelte sich zwischen Roland und Daniel eine verrückte Partie. Obwohl der Harburger an diesem Abend im Scoring zwei Klassen besser spielte, holte er den Gegner mit seiner Doppelschwäche ins Spiel. Beim Stand von 2:1 ließ Daniel nach unzähligen Doppelversuchen von Roland drei Matchdarts aus. Am Ende setzte sich im Decider die höhere Qualität durch (2:3).

Somit stand bereits vor den abschließenden Doppeln fest, dass es an diesem Abend außer Erfahrung in Harburg nichts mehr zu gewinnen gab (Spielstand 3:7). Trotzdem verkauften sich beide Teams auch in den letzten Spielen sehr gut und schenkten kein einziges Leg ab. Hakim und Jan gewannen souverän gegen Torsten und Roland (3:1). Am Nebenboard entwickelte sich zwischen Matthias/Hansi und Michael/Daniel eine erneute Doppelschlacht. Im vierten Decider des Abends hatte Harburg erneut das glücklichere Ende für sich (3:2) und besiegelte eine schmerzhafte Niederlage (Endstand 4:8).

Nach den ersten zwei Spielen ist das anfängliche Selbstvertrauen aus der Hinrunde noch nicht zurückgekehrt. Dennoch blicken wir hochmotiviert auf das nächste Spiel gegen den SC Eilbek III. Wie sagte mir ein Mitspieler so schön: „Irgendwann fallen sie dann auch einfach wieder rein!“

Bis dahin wie immer: Good Darts!

DVE III: Auswärtsspiel mit Hindernissen

Schon am 08.10. stand das schwere Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten HNT1 für unsere Dritte auf dem Programm. Es sollte ein spannender Abend werden, zu dem leider nicht nur die Darts beitrugen.

Als der Kapitän nach vielminütigem Stillstand der S-Bahn im Hauptbahnhof um 19:55 Uhr endlich in der Spielstätte eintraf, bot sich ein etwas überraschendes Bild: Vier weitere DVEler waren da, der fünfte folgte drei Minuten später. Also musste die im Kopf schon durchgerechnete Aufstellung über den Haufen geworfen und neu geplant werden. Der Rest vom Team stand im Stau hinter der Vollsperrung der A7, Ankunftszeit ungewiss. Also wurde allen gesagt, sie dürften sich ruhig Zeit beim Spiel lassen.

Henrik und Marco eröffneten das Match, gingen beide in Führung. Marco verließen nach gutem Start die Doppel, das Resultat war ein nicht unbedingt nötiges 2:3. Henrik schien der Meinung zu sein, es würde Best of Three gespielt, denn nach einer sicheren 2:0-Führung stellte er bis kurz vor Ende des fünften Legs das Scoring ein. Als sein Gegner schon drei Matchdarts verworfen hatte, wachte er aber wieder auf und checkte sehr schön 105 Punkte zum 1:1 um kurz vor halb neun.

Dann waren Mika und Olaf an der Reihe. Olaf hatte es trotz des Staus eilig und gewann zu Null, Mika ließ sich etwas mehr Zeit. Leider passten auch bei ihm die Scores und Doppel nicht wie erhofft, als Ergebnis stand am Ende ein 1:3 auf der Anzeige und um zehn vor neun hieß es 2:2. Von der Autobahn kam die Nachricht, der Verkehr würde wieder rollen. Also auf in die Doppel. Dort kamen Marco und Henrik noch eine Spur schlechter in die Gänge als ihre Gegner und mussten ein 1:3 zulassen. Mika und Olaf lagen ebenfalls 1:2 hinten, ehe Olaf plötzlich 152 checken konnte, während der Gegner auf seine ersten Matchdarts hoffte. Im letzten Leg hatte unser Doppel dann fast 200 Punkte Vorsprung, brauchte allerdings noch drei Runden, um 40 Punkte zum Match zu treffen. Eine Doppel 5 von Mika stellte den Gleichstand wieder her. Es war viertel nach neun, die Tür ging auf, und eine angenervte Vierergruppe vom DVE traf ein.

Jannis und ein frisch aus dem Stau kommender Volker eröffneten die zweite Hälfte, mit zwei zu Null-Spielen, eins für Jannis, eins gegen Volker. Also blieb das Spiel immer noch unentschieden. Die letzten Einzel versprachen zügig zu werden. Gert und Kai konnten die Erwartungen erfüllen, gewannen jeweils 3:0, und damit stand ein Unentschieden für uns fest.
Aber nun sollte es natürlich mehr sein. Leider kamen Jannis und Gert überhaupt nicht mehr ins Spiel und gaben ihr Doppel mit 0:3 ab. Kai und Achim warfen all ihre Erfahrung in die Waagschale, allerdings reichte die nicht ganz aus, um auch ihr durchwachsenes Scoring auszugleichen. So stand am Ende ein 2:3 an der Tafel.

Hätte man mir das Ergebnis um 19 Uhr angeboten, hätte ich es genommen – so war es etwas unbefriedigend. Aber der nächste Punkt ist gesichert, um nicht in Abstiegssorgen zu kommen. Nächste Woche ist das Team ETSV3 zu Gast, das am ersten Spieltag unserer Zweiten einen Punkt abgetrotzt hat. Es heißt also wachsam zu bleiben und keinen Gegner zu unterschätzen, auch wenn er in der Tabelle hinter uns steht. Lasst uns dafür sorgen, das dritte Spiel in Folge ungeschlagen zu bleiben und eine Serie starten, die gerne lange andauern darf!

In diesem Sinne, Good Darts und nur der DVE

Stefan